14.1.1875 - 4.9.1965

ALBERT SCHWEITZER

"Ein Großtyrann der Nächstenliebe... "

”Sein Herz war gut, sein Denken erhaben, seine Kunst begnadet.... Er war streng, aber hart nur gegen sich selbst. Pflichtgefühl und Disziplin dünkten ihm selbstverständliche Tugenden. Er war stark und sanftmütig, milde und dickköpfig zugleich. Er war ein weiser, wunderbarer Mann.”
Claus Jacobi, Biograph des Tropenkrankenhauses in Lambarene charakterisierte den deutschen Arzt, Theologen, Musiker und Philosoph mit diesen Worten.  

Weltbekannt wurde Schweitzer 1913 als "Urwalddoktor". In Französich-Aäquatorialafrika (heute Gabun) errichtete er sein Urwaldspital. Dort wurden täglich Leben gerettet, die Kindersterblichkeit war so gering, wie in einem Schweizer Krankenhaus....  Erst im Laufe der Jahre baute er das Hospital mit internationaler Spendenhilfe, mit dem Ertrag aus seinen Vortagsreisen, seinen Orgelkonzerten und Geld von Freunden mit einer Intensivstation und einem Lepra-Dorf aus.

Er war ein unermüdlicher Fragesteller und unterzog sämtliche Systeme einer ethischen Prüfung. Er fand schließlich die zentrale Formel seiner Philosophie: "Ehrfurcht vor dem Leben."
Für Winston Churchill war er ein "Genie der Menschlichkeit", John F. Kennedy nannte ihn "eine alles überschreitende moralische Instanz des Jahrhunderts".

Trotz vieler Bücher und Filme über seine Person und Friedensnobelpreisauszeichnung blieb Schweitzer ein stiller Mensch, wirkte bis tagaus tagein bis zur Erschöpfung als Tropenarzt in der Hitze Afrikas.

Albert Schweitzer war ein Gegner von Atomversuchen und atomarer Rüstung und betonte fortwährend, dass es die Menschen sind, die die Erde bedrohen und dass es die Menschen sind, dessen Obhut es überlassen ist, aus der bewohnten eine bewohnbare Erde zu machen.
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