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Academy Awards verstehen sich als Motivation zwischen Fördern und Fordern

Lernbegeisterung „anschieben“

Die Zufriedenheit war allseits greifbar - bei den Absolventen ebenso wie bei den begleitenden Pädagogen und den bewertenden Juroren. Auch bei der dritten Vergabe erfüllte der Treuhand Academy Award vollauf seinen Zweck als besondere Anerkennung ausgewiesener Lehrbegeisterung.



Die 2005 lancierte Idee der THG ist mit ihrer dritten Auflage nunmehr definitiv und fest in der Ausbildungsszene in Ostbelgien verankert. Honoriert wird unter dem Stichwort „Wirtschaft fördert Lernbegeisterung“ die Leistung von ostbelgischen Abiturienten, die mit ihrer Endarbeit einen Treuhand Academy Award anvisieren können.
Eine Philosophie, die in der Zwischenzeit immer weitere Kreise zieht, wie das steigende Interesse aus dem Schulmilieu unterstreicht. Dennoch: Die Initiatoren der Treuhand Group um Josef Faymonville räumen durchaus ein, dass ihre Initiative noch nicht allerorts die gewünschte Breitenwirkung findet, wollen vor dieser Erkenntnis weitere gezielte Anstrengungen unternehmen, damit die Förderung der Lernbegeisterung mittels der Treuhand Academy Awards bereits zu Beginn des Schuljahres zu einem reizvollen Kriterium bei der Suche nach dem geeigneten Thema für die eigene Endarbeit werden könnte.

Geistige Muskeln

Dr. Daniel Weinbrenner, dem die Moderation der Preisverleihung im GreenHouse in St.Vith oblag, sezierte vor Schüler(inne)n und Eltern u.a. den Begriff „Bildung“ in seiner vielschichtigen Deutung im Laufe der Geschichte. „Einer Sache Gestalt und Wesen geben“ - so die ursprüngliche Bedeutung des Wortes, die aber heute nichts von ihrer inhaltlichen Herausforderung verloren hat. Schüler seien in diesem Sinne „Künstler/Handwerker und Objekt in einem“, so das Jurymitglied, der gleichfalls die Frage aufwarf, ob es nicht erstrebenswert sei, seine geistigen Muskeln zu trainieren und dies als Freud zu empfinden…
 
Auch äußerte Dr. Daniel Weinbrenner die feste Überzeugung, dass unsere Schulen einen allgemeinbildenden Auftrag haben, der nicht einer ständigen Rechtfertigung nach dem Wort „Wozu?“ bedürfe. „Grundlagenbildung ist wie Grundlagenforschung: Erklären und Verstehen geht vor Anwendung.“
 
St.Viths Bürgermeister Christian Krings schnitt die „soziale Kompetenz“ der Ausbildung an. Nicht allein die schulisch-fachliche Kompetenz dürfe heute als Leitfaden dienen, sondern ebenfalls die soziale Komponente, die erst die Grundlage schaffe, dass jeder Schüler im Leben zu seinem Recht komme. Erfolge, so auch das Abitur oder eine besonders honorierte Endarbeit, seien „überwundene Hindernisse“, nach innen wie nach außen. Ein erfolgreicher Studienabschluss falle heute niemandem mehr in den Schoß, da bedürfe es permanenter Überwindung, um Schritt für Schritt zum Ziel zu gelangen.

„Nicht zweckgebunden“

Erich HilgerUnter dem Stichwort „Schnittstelle zwischen Schule und Beruf“ umriss ZAWM-Direktor Erich Hilger die Anforderungen der Arbeitswelt an schulische Absolventen, für die eine gut recherchierte Facharbeit nicht das A und O sein könne. Allgemeinwissen, nicht zuletzt auch aktuell aus dem Tagesgeschehen, und fundierte, beständig weiter entwickelte Fremdsprachenkenntnisse seien in der Arbeitswelt ebenso wichtige Kompetenzen wie so genannte „charakterliche“ Qualitäten, etwa Motivation und Einsatzbereitschaft, ferner Kommunikationsfähigkeit, Konfliktbewältigung und Personalführung. Fakt ist und bleibt jedenfalls, dass neben dem schulischen Wissen noch ein Reihe weiterer Herausforderungen für eine berufliche Karriere unabdingbar sind.
 
Ein Appell ging in diesem Kontext auch an das heimische Umfeld, namentlich an die Eltern. Immerhin belegen Erhebungen, dass Studenten mit dem niedrigsten TV-Konsum in jungen Jahren später die häufigsten Universitätsabschlüsse aufweisen können.
 
Joseph DriesWissend um die negativistischen Schlagworte wie Erziehungsmisere, PISA-Studie und Lehrerschelte, widmete Josef Dries, seines Zeichens Kabinettschef von Unterrichtsminister Oliver Paasch, seine Ausführungen u.a. der Eigenverantwortung in der Bildung, ohne dafür aber die Rolle der Politik außen vor zu lassen. Recht auf angemessene Förderung habe letztlich jeder, gerade in den Grundkompetenzen Sprechen, Lesen, Schreiben und Rechnen. Aber: „Bildung ist primär nicht zweckgebunden.“ Sicher mache Schule nicht immer Spaß, doch könne die Freude am ständigen Entdecken sicher für manch ungeliebte Anstrengung entschädigen.

Der 3. Academy Award 2007:

> Die Begrüßung (Dr. Daniel Weinbrenner - thg)
> Die Idee
> Die Jury und ihre Bewertungsregeln
> Die Preisträger
> Die Bildergalerie: zum downloaden
> Pressestimmen (Grenz-Echo, 4. Juli 2007)
> Fazit

Rückblick:

> 1. Academy Award 2005
> 2. Academy Award 2006
Lage der Nation 2008
Regierungserklärung zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Nation von Premierminister Jean-Claude Juncker
mehr >

Einheitsstatut
Gesetzesentwurf zur Einführung eines Einheitsstatutes für die Angestellten des Privatsektors
mehr >

Steuergutschrift für Kinder
... für Kinder über 922,50 EUR pro Jahr wird ab 2008 als Kinderzulage gewährt.
mehr >

Steuervorteile für Privatpersonen
Zu Beginn des neuen Jahres 2008 treten einige steuerliche Neuerungen in Kraft.

Limosa
Die neue elektronische Erklärung für die Entsendung von Ausländern nach Belgien
mehr>

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