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Grenz Echo, 3. Juli 2006:
Academy Award zum zweiten Mal verliehen
thg möchte Lernbegeisterung bei Jugendlichen wecken
Von Gerd Hennen, St.Vith
Die »thg-Group« (Treuhandgesellschaft) hat auch in diesem Jahr einen Förderpreis für Lernbegeisterung vergeben, den so genannten Academy Award.
Insgesamt sechs Sekundarschulen schickten je drei Schüler mit entsprechenden Abschlussarbeiten ins Rennen. Neben der Vielfalt der Themen fanden auch die intensive Recherche sowie die mündliche und schriftliche Präsentation die Anerkennung der fünfköpfigen Fachjury.
In seiner Ansprache wies thg-Partner Daniel Weinbrenner auf die Wichtigkeit der Lernbegeisterung in Schule und Wirtschaft hin. Thg-Geschäftsführer Joseph Faymonville zeigte sich indes vom Zuspruch für den zweiten »Academy Award« begeistert. Vor allem die Tatsache, dass die teilnehmenden Schulen im gleichen Verhältnis aus dem Norden und Süden der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) stammen, ermutige die Verantwortlichen, auch in den kommenden Jahren einen Förderpreis zur Verfügung zu stellen. Im vergangenen Jahr wurde der erste Award für die Schulen im Süden ausgeschrieben. Der eigentliche Wettbewerbsgedanke war hierbei die Förderung der Lernbegeisterung nicht nur durch Worte, sondern vielmehr durch attraktive Preisen.
Dieses Leitschema wurde in diesem Jahr auf den Norden ausgeweitet, so dass sechs Sekundarschulen ihre Abiturienten und deren Endarbeiten nominierten.
Teamgedanke
»Ich glaube, dass diese Maßnahme notwendig ist. Obwohl die Anforderungen im Arbeitsleben immer größer werden, stellen wir eine gewisse Lern- und Leistungsmüdigkeit fest, der wir entgegenwirken möchten«, so der thg-Geschäftsführer. Faymonville regte ebenfalls den Team-Gedanken für Schulen an: »In einem Team ist Leistung immer möglich. Daher müssen Lehrer, Schüler und Direktion Hand in Hand arbeiten.«
Ferner gab Joseph Faymonville dem Fachpublikum einige Denkanstöße mit auf den Weg. So stellt seiner Meinung nach ein zeitgemäßes Personalmanagement auch im Schulalltag ein Muss dar: ständige Fort- und Weiterbildungen des Lehrkörpers, Personalgespräche, Lehrerevaluation und die Ergründung des Weiterbildungsbedarfs seien in diesem Zusammenhang nur einige erstrebenswerte Punkte. »Wir profitieren alle davon, wenn Ostbelgien ein starker Bildungsstandort bleibt«, schloss Faymonville seine Betrachtungen.
Auch Ludwig Henkes, Präsident des Allgemeinen Arbeitgeberverbandes, fand in seiner Rede nur lobende Worte für die thg-Initiative. »Die thg-group hat ihre soziale Verantwortung erkannt und eine Initiative ins Leben gerufen, die dazu beiträgt, die Jugend für die lohnenden Wirtschaftstugenden Fleiß und Engagement zu sensibilisieren«, so Henkes. Unterrichtsminister Oliver Paasch sprach sich für eine anspruchsvolle und sozial gerechte Ausbildung in der DG aus, die neben der Wissenskompetenz auch die Erziehung und Sozialkompetenz beinhalte. Im europäischen Vergleich brauche die DG keinen Vergleich zu scheuen. Sowohl was die finanzielle Unterstützung betreffe (1000 Euro pro Schüler pro Jahr) als auch bei den schulischen Leistungen belege die Region vordere Plätze. »Die PISA-Studie brachte uns erfreuliche Ergebnisse, aber es gibt Länder und Regionen, in denen es noch besser geht. Daher müssen wir vor allem an unseren Schwächen arbeiten«, so Paasch. Vor allem die Tatsache, dass lediglich 17,5 Prozent der ostbelgischen Schüler die Lesekompetenzstufe 2 erreichen, bewertete der Minister als beängstigend und verbesserungswürdig. Auch sei festzustellen, dass die Bildungschancen der Kinder oftmals vom Bildungsgrad der Eltern oder deren Finanzlage abhängen.
Orientierungshilfen
Schon in Kindergarten und Primarschule müssten Schwächen gezielt aufgespürt werden. Daher sei die Definition und Festlegung von Kernkompetenzen pro Jahrgangsstufe unabdingbar. »Nur wenn man das Ziel kennt, kann man als Lehrer zielgerecht arbeiten«, so der Unterrichtsminister. Ferner sollen dem Pädagogen Orientierungshilfen gegeben werden, die als Wegweiser zum Erreichen der Kernkompetenzen dienen.
Grenz-Echo, 4. Juli 2006:
Sorry! Höchste Punktzahl für Kgl. Athenäum St.Vith
Ergänzend zur gestrigen Berichterstattung zur Verleihung der Academy Awards durch die thg-group (siehe Seite 11) sei erwähnt, dass das Kgl. Athenäum St.Vith als Schule mit der höchsten Gesamtpunktzahl ein Business Notebook erhielt.
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